„We are Sex Bob-Omb and we are here to make think about death and how to get sad and stuff!“
Wollten wir diesen Satz nicht alle schonmal hören während wir darauf warten DER Band zu lauschen? Natürlich wollten wir und deswegen gibt es jetzt meinen absoluten Favoriten diese Jahr im Kino, nämlich Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt!
Gut, Ich gebe zu, ich kannte den Comic vorher nicht und hatte auch zuvor nie von diesem Film gehört, aber wie der Zufall nun mal so will, sah ich ihn trotzdem!
Für alle, die den Film noch sehen wollen, sage ich gleich: SPOILER! Also seht ihn euch erst an und dann lest weiter! Oder lest ihn und seit dann so begeistert, dass ihr ihn unbedingt anschauen müsst!
Die Grund-Story ist recht einfach. Scott Pilgrim verliebt sich in das neue Mädchen in der Stadt: Ramona Flowers. Doch um mit ihr zusammen sein zu können, muss er ihre 7 teuflischen Ex-Lover besiegen. Scott ist außerdem Mitglied in der Band Sex-Bob-Omb die gerade am aufsteigen ist und einen Band-Contest gewinnen möchte. Ach ja, das Ganze spielt übrigens in Toronto, Canada!
Klingt bisher noch nicht sooo außergewöhnlich, abgesehen von den 7 teuflischen Ex-Lovern!
Das witzige an dem Film ist, dass schon zu Beginn, wenn die BGM von Universal eingespielt wird und der große Erdball erscheint, alles verpixelt und die Melodie wie eine typische Nintendo-Dudel-Musik klingt. Und genau dieses Thema wird den ganzen Film hindurch weiter geführt! D.h. sobald Scott z.B. einen Gegner schlägt, zerfällt dieser in tausende Münzen oder er sammelt sogar Extra-Leben!
Kommen wir aber lieber wieder zu den einzelnen Personen.
Scott Pilgrim ist Musiker und der Bassist der Band Sex Bob-Omb. Er ist 23 Jahre alt und hat vor einem Jahr eine schlimme Trennung erlebt, nachdem er beim Friseur gewesen war. Seitdem trägt er, sobald ihn jemand auf seine struppigen Haare anspricht, eine Mütze. Und zwar sofort. Von der einen Sekunde auf die andere. Zu Beginn des Films datet er die 17-jährige Knives Chau, ein Chinesisches, auf eine katholische Schule gehendes, Scott bewunderndes, naives Mädchen.
Eines Tages trifft er jedoch Ramona Flowers. Pinke Haare(im laufe des Films werden sie noch Blau und Grün), leicht punkiger Style und immer im Mini unterwegs. Die Coolness außerdem mit Löffeln gefressen und das schönste Mädchen der Welt – In Scotts Augen.
Doch Ramona hat ein Problem. Ihre 7 teuflischen Ex-Lover, mit denen sie seit der Grundschule zusammen war und mit denen immer sie selbst Schluss gemacht hat, wollen in Zukunft ihr Liebesleben bestimmen.
Schön dabei ist schonmal, dass Scott über diese Ex-Lover und die Kämpfe per E-mail von seinem ersten Gegner informiert wird und das ganze volgendermaßen liest: “7 teuflische Ex-Lover ….blabla …. Kampf bis zum Ende ….blabla … …. Langweilig!” Und löscht die Mail. Klar dass er recht unvorbereitet von seinem ersten Gegner angegriffen wird.
Um nicht zuviel zu erzählen, weise ich einfach mal auf die unglaublichen Nebencharaktere hin, z.B. die Schlagzeugerin Kim, gespielt von Alison Pill, die auch gerade als Königin Mathilde in der Sat 1 Verfilmung “Die Säulen der Erde” zu sehen ist. Mein erster Gedanke, als ich sie in der Rolle der Kim sah, war: Bibi Blocksberg. Das liegt wohl an den orangenen(ja ich weiß Bibis Haare sind Blond) Haaren und an den Sommersprossen. Naja, zumindestens ist sie äußerst … ähm, lebhaft, bzw. das komplette Gegenteil! Seht es euch einfach an.
Ein weitere großer Bonus ist die geniale Musik die im Film vorkommt! Auch diese wird im Film als Show-Element genutzt, vor allem mit der alt bekannten Mario-Dudel-Musik aus den alten Nintendo Spielen. Aber natürlich geben auch die Bands an sich viel her und deswegen hier mal eine Kostprobe:
Jetzt habt ihr auch schonmal ein Bild von den Hauptakteuren Bekommen und von den Schauspielern. Wie würde Steffan Raab doch gleich sagen: “Habt ihr ihn erkannt? Wisst ihr wen ich meine?…” Und zwar der Darsteller von Scott Pilgrim, Michael Cera! Er hat auch in dem Preisgekrönten Film “Juno” mitgespielt!(Juno ist auch einfach nur ein genialer Streifen!(Und die Musik erst!)) Ich liebe, liebe, liebe seine Art und sein hilfloses Wesen. Er scheint immer nur mit den Schultern zu zucken, aber wenn ein Feind kommt, dann BANG!! zieht er die Stirn kraus ….. und sieht genauso harmlos aus wie vorher! Aber ich habe irgendwie etwas übrig für diesen Typ. Das weckt so nen gewissen Beschützerinstinkt.
Ach ja, der Junge, der hinten an den Verstärkern stand und leise mitgesungen hat – einmal sogar falsch – heißt im Film Young Neil. Nyaha. Aber genauso ist der ganze Film. Es gibt ne Veganer-Polizei und Veganer-Kräfte, Böse Schurken, Schwerter, Extra-Leben und die ganz große Liebe.
Also, um nicht weiter zu verwirren, denn komplett beschreiben kann man ihn nicht, höre ich hier auf und bitte euch nochmal den Film anzusehen. Auch wenn er bei den Amis nich mal die Produktionskosten eingespielt hat.
See you later, Aligator. There will be one tomorrow. Knutsch
