Kurzmitteilung

Was mich in manchen Situationen nervt ist das eigene Gefühl, unbedingt dazu gehört zu wollen.
Wenn zwei Männer offensichtlich ein Gespräch über Sex ubd Frauen führen, dann bin ich schwer beleidigt, weil das Gespräch verstummt, sobald ich den Raum betrete.
Vielleicht wurde das Gespräch auch aus Respekt mir gegenüber beendet, oder schlichtweg aus Scham, ich könnte sonst was schlimmes über die beiden denken, aber ich fühle mich einfach nur ausgeschlossen.
Angeheizt durch Themen wie die Frauenquote oder gender equality ist man gleich versucht den beiden Frauenfeindliches verhalten vorzuwerfen, dabei ist es eigentlich nur die eigene Unzulänglichkeit die einen betrübt.
Man kann sich so oft bewiesen haben wie man will – man wird immer anders behandelt wenn man neu ist und nicht Teil des Freundeskreises.
Und speziell dieser Freundeskreis lebt von einer coolness die ich bei mir nicht finden kann. „I wish that I could be like the cool kids, cause all the cool kids they seem to fit in.“
Und wieder will man nur dazu gehören…

Montagsgedanke

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Mal wieder unterwegs mit dem Zug

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Alle paar Monate wieder bin ich im Zug unterwegs, wie mir scheint, so auch heute…

Mir gegenüber sitzen zwei Männern, in der Mitte eine Frau.. Genauso sieht es auch bei mir aus.
Der Mann mir links gegenüber strahlt eine Offenheit aus, das erlebe ich selten…
Man kommt auch direkt ins Gespräch…
Wohin man fährt… Ich auf auf den Weihnachtsmarkt… Ob der Weihnachtsmarkt denn schön wäre, wo denn der schönste Weihnachtsmarkt wäre… Der Mann direkt links von mir weist auf den Esslinger Weihnachtsmarkt hin… Dann stockt das Gespräch…
Der Mann rechts von mir, der, wie er mir mitteilte, Lebkuchen aus eigener Herstellung in einer Weihnachtstüte mit sich führt, liest Zeitung.
Der Mann rechts gegenüber, mit BomberJacke, kappe und bum-bum Musik auf den Ohren spielt auf seinem Handy und guckt gelangweilt aus dem Fenster.
Von den anwesenden Personen ist er wohl derjenige, der am wenigsten in die Gruppe passt…
Der Mann links gegenüber hat wohl einen Bruder der bald überraschend Vater wird… Er hofft dass sein Bruder dadurch erwachsener wird… Er findet dass dieser nicht so verantwortungsbewusst ist und nicht reif genug um Vater zu werden…
Ich denke dabei an meine eigenen Eltern…
Jetzt unterhalten sich die beiden über Kunst und Literatur…. Sie will ihm Bücher aus Paris mitbringen…
Jetzt unterhalten sie sich über eine bestimmte Galerie und der Künstler der aktuell dort ausstellt…
Vorhin sprachen sie über die Berlinale…
Langsam frage ich mich, welchen Beruf die beiden ausüben…
Er sieht übrigens aus wie Jason bateman, sie hat etwas von Audrey tatou…

Ok, ich hab gefragt: er ist Leiter eines Kunstvereins, sie stellt aus und arrangiert installatinskunst.
Klingt interessant.
Die einzigen Installationen die ich jemals interessant fand sind von Louise burgeois.
Wir haben dann auch über meine Blogs gesprochen… Mein Job ist schließlich nicht der Rede wert…
Er hat sich dann parallel meinen Blog zu Gemüte geführt und mich ab und an auf gewisse Dinge angesprochen…
Das war schon seltsam. Schließlich passiert es nicht alle Tage dass überhaupt jemand meinen Blog liest, geschweige denn dass ich eine Reaktion darauf mitbekomme.
Es war etwas unangenehm, da die Artikel ja meistens eine Momentaufnahme von etwas sind das ich gerade erst erfahren habe.
Während ich das so schreibe sitze ich schon wieder im Zug, auf der Rückfahrt. Und frage mich, ob ich nicht ab und an etwas überlegter schreiben sollte. Aber andererseits widerspricht dies dem Charakter der Spontanität.
Ich kann einen Artikel schreiben und ihn spontan abschicken, ohne mir lange die frage stellen zu müssen, ob ich das richtige geschrieben habe. Oder das falsche.

Nun ja. Zumindest war die zugfahrt sehr erquicklich, nicht zuletzt dank der mitreisenden auf der hinfahrt.
Während der Rückfahrt sitze ich im Großraumabteil und muss mich mit meinen eigenen Gedanken beschäftigen.
Aber es gibt schlimmeres und beim Blick aus dem Fenster, während kleine lichter in der Dunkelheit an mir vorbei huschen, bin ich froh darüber, wie ich bin und was ich habe.
Aber eines Tages hab ich mehr.

9 Euro oder das Vertrauen in die Menschlichkeit

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Diese kurze Anekdote muss ich hier nieder schreiben:

Köln, Bahnhof.
Ich stehe auf der Rolltreppe die mich hoch zu meinem Gleis bringt. Vor mir ein Mädchen, mit einem riesigen, schwarzen Koffer. Sie selbst überragt den Koffer kaum. Sie spielt unruhig mit ein paar Münzen in ihrer Hand. Sie trägt schwarze Kleidung und auf ihrem blonden, zurück gebundenen Haar, sitzt eine dicke, schwarze Mütze, wie Skifahrer sie tragen, tief über die Stirn gezogen.
Ihr Blick verzweifelt, ihr Lippen stumm, aber in Bewegung. Ihre Augen suchen und treffen meine.

„Entschuldigen Sie bitte… bitte verstehen Sie mich nicht falsch, aber…“. Die Rolltreppe endet und ich nehme das Mädchen zur Seite. Sie könnte zwischen 15 und 20 sein. Definitiv den Tränen nahe. „So,“ sage ich „jetzt sag mir nochmal ganz genau, was du von mir möchtest.“ ich sehe ihr in die Augen.
Sie fängt an zu erklären: Sie braucht einen Fahrschein, der kostet 11,50€.
Wieviel hast du denn?, frage ich Sie. 2,50€ sagt sie und öffnet ihre Hand. Ich sehe fünf 50 Cent Stücke und ein paar 2 Cent Stücke.
Das heisst, du brauchst noch 9€?
Ich öffne meinen Geldbeutel, durchsuche mein Kleingeld. Ich bekomme 9 € in Münzen zusammen.
Ich drücke sie ihr in die Hand: „Komm gut nach Hause, oder wo immer du hin musst!“
Das Mädchen bedankt sich, wünscht mir einen wunderschönen Tag und läuft zum Automaten.

Ende.
Oder der Anfang?

Innerer Monolog: Mut.

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Ich befinde mich in einem Zug, auf der Rückfahrt von einem zweitägigen Seminar und habe gerade keinerlei Zugriff auf ein anderes Medium, als meine eigenen Erfahrungen und mein gespeichertes Wissen.
Ich stehe mit 24 Jahren mitten im Leben und frage mich gerade: was ist Mut?
Die Frage taucht in mir auf, weil ich vor Entscheidungen stehe, wie es vielleicht viele in meinem Alter tun. Ich muss, oder kann, hier und jetzt entscheiden, was ich machen will und sobald ich mich dafür entschieden habe, kann ich es tun. Ich muss mir anschauen, wo ich lebe und durch welche Mittel, aber im Grunde habe ich die freie Wahl.
Doch mir fehlt noch etwas. Mir fehlt eine Kleinigkeit um diesen Schritt zu wagen.
Mir fehlt Mut.
Mir fehlt die Überwindung etwas zu tun, von dem ich keine Ahnung habe ob ich damit Erfolg habe oder scheitern werde.
Ich bin unsicher und ich frage mich: warum?
Warum fehlt mir der Mut?
Woher kann ich ihn nehmen?
Wie entsteht Mut? Aus dem Bauch heraus? Aus einem Gefühl in mir? Einem Erlebnis, einer Aktion? Einer Überzeugung? Oder wird er letzten Endes daraus resultieren, dass ich es nicht mehr aushalte, die Antwort nicht ohne den Versuch zu finden?

In meinem Inneren suche ich eine Antwort auf eine Frage die mir die Unsicherheit nehmen soll. Aber macht diese Unsicherheit das Leben nicht

spannend und lässt uns das spontane Gefühl besser verstehen?

Es kommt mir vor wie Theorie und Praxis. Ich kann mir tausende Male vorstellen was passieren kann und was nicht und wie ich mich dabei fühlen werde und kann somit theoretisch eine Erfahrung machen. Aber wirklich erleben kann ich nur bei der Ausübung der theoretisch durchdachten Aktion.
Das Kuriose dabei ist: es gibt keine Theorie, keinen Ersatz, für eine noch nicht gewonnene Erfahrung.
Es ist noch simpler als Auto fahren zu lernen: dir Erfahrung entsteht nur aus der Praxis.

Zurück zum Thema: Mut.

Ich denke, das Denken bringt nichts. Ich muss es probieren, irgendwann.
Auch wenn ich jetzt schon weiß, dass dieser Augenblick genauso gut wäre wie jeder andere.
Und dann werde ich wahrscheinlich erkennen, dass ich den Mut nicht gebraucht hätte, sondern nur ein wenig mehr Zuversicht. Aber so ist das nun mal…

Endlich wieder miteinander reden…

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Man hat Urlaub und sitzt gemütlich in der Stadt, in einem Cafe, mit einem kalten Getränk. Es ist schließlich Sommer. Neben dran plätschert ein Springbrunnen und viele Menschen gehen ihres Weges.

So viele Menschen.

Es sind gerade Schulferien und es sind viele Kinder unterwegs. Allein, oder mit ihren Eltern. Es ist Zeit, die Geschichte der Menschen zu ersinnen…

Die meisten Menschen die an mir vorübergehen, sehen aus wie Touristen. Sie sehen sich so häufig um, dass ich diese Annahme treffen muss.

Aber irgendwie unterscheiden sich diese Menschen nicht mehr. Kaum, dass sie vorrüber gegangen sind, haben sie auch meine Erinnerung verlassen.

Die Glocke klingelt. Ich habe keine Ahnung, wie spät es ist. Es könnte früh am Morgen sein, oder spät am Nachmittag. Unter der Woche sind die Menschen an jedem Tag geschäftig.

Wenn ich jetzt einen Wunsch frei hätte, würde ich jemanden wünschen, der sich zu setzt und mir von sich erzählt. Oder von irgend etwas anderem, das ihn bewegt.

Gerade wurden 3 ältere Damen in ihren Rollstühlen von 3 Jugendlichen vorbei geschoben.

Am Springbrunnen steht ein Mann, der an dem Spiel des Wassers offensichtlich die gleiche Freude hat, wie die Kinder die darin herumspringen.

Das Traurige ist, dass dies bei im viel außergwöhnlicher ist, als bei den Kleinen.

Übrigens trinke ich gerade einen Himbeer-Frappuchino und beiße auf den Kernen herum. Nur leider haben sich einige davon freundlicherweise in meine Zahnlücken geschoben.

Und jetzt tränt auch noch mein linkes Auge! Trotzdem sehe ich nebenbei dem Mann zu, der noch immer mit dem Wasser des Springbrunnens spielt. Er hat den Rhytmus der Fontänen so exakt erfasst, dass er in der Lage ist seinen Kopf in genau dem richtigen Moment von dem aufsteigendem Wasserstrahl wegzuziehen.

Gerade eben sind zwei Mädchen ohne zu gucken über den Platz gelaufen und haben einer spanisch aussehende Frau mit zwei Einkaufstüten die Vorfahrt genommen. Diese hat daraufhin in ihrer Muttersprache geflucht, woraufhin eines der Mädchen rief: „Das kann man auch in einer anderen Sprache sagen!“

Ich weiß nicht, was mich mehr erstaunt: Die Ignoranz, oder der Fremdenhass.

Halten wir an dieser Stelle auch einmal fest, wie viele Rentner wieder unterwegs sind. Zu weit, allein, in Wander-Klamotten oder im Kostüm, fröhlich und neugierig, oder bedrückt und mit Augen die eine bodenlose Enttäuschung und Traurigkeit ausdrücken.

Doch was mir generell auffält, wenn ich hier so für mich sitze und mir wünsche, jemand würde sich einfach zu mir setzen: Die Menschen gehen einfach ihrer Wege. Ohne nach links oder rechts zu gucken steuern sie ihrem Ziel entgegen, hängen ihren eigenen Gedanken nach.

Keiner dreht sich nach dem anderen um, keiner scheint dem anderen auch nur einen Hauch von Interesse entgegen zu bringen.

Gerade ist ein Auto mitten durch den Springbrunnen gefahren – Der ist übrigens ebenerdig – Sah lustig aus.

Zurück zu den Menschen, die sich nicht füreinander interessieren und freiweillig keine Kommunikation mit einem Fremden beginnen. Ich nehme mich da nicht heraus. Darum geht es aber nicht. Ich denke immer daran, wie ich mich freue, wenn ich mit völlig Fremden spreche.

Meistens geschieht das, wenn sie auf etwas reagieren, was ich gesagt habe, oder wenn ich auf etwas Gesagtes reagiere.

Neulich, im Kino, ist mir das passiert.

Ich lauschte den Kommentaren aus der Reihe hinter mir und konnte nicht umhin meine Zustimmung kund zu tun.

Nach dem Film standen wir dann im Foyer und ich dachte laut über einen Filmtitel nach, der mir nicht einfallen wollte.

Plötzlich rief mir ein Mann den Titel vom oberen Absatz der Treppe zu und weil es mir eigentlich um den Schauspieler in dem Film ging, fragte ich ihn auch gleich danach und rief ihm dann ein lautes „Dankeschön!“ nach.

So wünsche ich mir Kommunikation im Leben.

Frankfurter Buchmesse 2013 und die Klischees der Verlagswelt

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Frankfurter Buchmesse 2013 und die Klischees der Verlagswelt

In diesem Jahr zog es mich wiedereinmal auf die Buchmesse. Mein mittlerweile 5. Besuch auf der Buchmesse hatte in diesem Jahr jedoch eine kleine Besonderheit: ich kam als angemeldeter Fachbesucher!

Wenn ich mich richtig entsinne, dann war ich ca. 2003 das erste Mal während der Publikumstage (Sa & So) auf der Buchmesse und das letzte Mal 2010. Anfangs erfolgten dieses Besuche auf Grund meines Interesses an Mangas und Comics und natürlich der Jugendbücher die ich las. Außerdem entdeckte ich, dass man jedes mal mit einer Menge „Goodies“ das Messegelände verließ und mein Ur-Instinkt als Jäger und Sammler war geweckt. Nach drei Jahren aufeinander folgenden Besuchen auf der Buchmesse war mein Interesse an Mangas schließlich nicht mehr ausreichend für einen weiteren Besuch.
2010 dann, ging ich mit einem Bekannten aus reinem Interesse erneut hin und musste feststellen: Die Messe ist total überlaufen!
War ich früher selbst einer dieser Jäger und Sammler gewesen, so regten diese Menschen mich nun maßlos auf, denn sie griffen nach jedem „Goodie“, jeder Tüte, jedem Kugelschreiber und was man noch so alles bekommen konnte. Die einzelnen Stände waren unzugänglich und die Möglichkeit sich mal etwas länger in eines der Bücher zu vertiefen, gab es schon gar nicht.

Dieses Mal sollte alles anders werden – und es kam anders! An Fachbesucher Tagen ist die Messe vielleicht halb so voll und das angebotene Programm nicht weniger sehenswert! Und mit sehenswert meine ich nicht nur die Neuerscheinungen und die Promis die einem ab und zu über den Weg laufen, auch die Fachbesucher aus dem Verlagswesen unterhalten. Was ich damit meine ist die erstaunliche Einheitlichkeit der Fachbesucher. Dass wir uns alle unsere eigene Uniform schaffen, ist ja nichts Neues, aber durchaus witzig.

Die Männer im Verlagswesen tragen offensichtlich gerne Schal, denn Schal ist schick, wenn der Anzug zu unbequem ist. Und damit man auch erkennt, welchen Intellekt derjenige besitzt, wird der Schal entweder lässig über eine Schulter geworfen oder gleich im „Intellektuellen-Knoten“, bzw. im business-look getragen.
Als ich einen, im Zug Mitreisenden, der diesen Knoten trug, darauf hinwies, dass sein Schal eine ungewollte Aussage mit sich brachte, war er aus irgend einem Grund tödlich beleidigt. Lag vielleicht daran, dass es ein junger Frankfurter Banker war… O_o

Übrigens waren die Männer, die nicht aus der Verlagswelt kamen leicht zu identifizieren und zuzuordnen: es waren alles Lehrer, Profs, oder Studenten/neue Schriftsteller. Die Einheitsfarbe dieser Menschen war braun, der beliebteste Stoff Cord und alle trugen sie riesige, lederne Umhängetaschen. Hat man diesen Menschen schon mal gesagt, dass es durchaus auch andere Farben gibt? Gebt aber bitte nicht mir die Schuld, wenn demnächst eure Lehrer als farbenfroher Clown das Klassenzimmer betreten und behaupten sie wollten sich damit von der Masse abheben.

Die Damen der Schöpfung waren aber auch nicht kreativer. Frauen aus letztere Gruppe sahen genauso aus wie ihre männlichen Kollegen. Der Rest trug schlecht sitzende Kostüme mit farblich unpassenden Oberteilen. Man sah Ihnen förmlich an, dass sie versuchten schick und seriös zu wirken, obwohl sie doch sonst eher in Birkenstock-Sandalen und Baumwollkleidung den Tag verbringen.

Natürlich ging es auf der Buchmesse aber hauptsächlich um die neuen Bücher die demnächst erscheinen sollen – Für alle Känguru-Fans (Insider) sei der März 2014 vorgemerkt, wenn der letzte Teil der Triologie erscheint – und Bücher die gerade nue erschienen sind. Da werden vor allem Buchpreis-Träger gehypt und die neueste Biographie des letzten Promis. Die laufen nämlich Jahr für Jahr in Hülle und Fülle über die Buchmesse. Ich habe Boris Becker, Uwe Oksenknecht und – ganz nah und persönlich – Johann Lafer getroffen. Letzterem bin ich kurz vor Verlassen der Buchmesse begegnet, auf dem Weg zur Toilette. Ich sehe nämlich plötzlich, wie ein Mann, der aussieht wie Johann Lafer, an mir vorbei läuft und frage einfach: Sind sie Herr Lafer? Die kurze Antwort: Ja! Und schwupps war er auf dem Klo verschwunden.

Der Boris

Der Boris

Der Mann mit den drei Söhnen, von denen er einen nicht mag - Uwe Oksenknecht

Der Mann mit den drei Söhnen, von denen er einen nicht mag – Uwe Oksenknecht

Thorsten Schäfer-Gümbel war auch da

Thorsten Schäfer-Gümbel war auch da

Der wahre Fan bleibt an dieser Stelle natürlich solange vor dem Klo stehen, bis der verfolgte Promi wieder vom stillen Örtchen zurück gekehrt ist. Das ist mein Ernst! Ich habe geschlagene 5 Minuten (so ein Promi ist eben auch nur ein Mensch und muss mal ka****) gewartet, mit gezücktem Foto-Apparat, bis er endlich wieder raus kam. Natürlich hatte er ein Telefon am Ohr – die typische Promi-Masche um ungewünschtem Fan-Kontakt aus dem Weg zu gehen, nach dem Motto: ich bin beschäftigt – aber dann kam er doch kurz rüber und machte ein Foto mit mir. Leider war, wie man sieht, der Blitz nicht eingeschaltet, aber nun besitze ich ein Foto mit einem meiner Lieblings-Köche. Ich musste mir stark verkneifen nicht nach seiner Frau – Horst Lichter – zu fragen. 😉

 Was für mich sonst noch interessant war, war die Ecke mit den Comics und Mangas, die seit meinen ersten Besuchen auf der Buchmesse allerdings deutlich geschrumpft ist. Hier gab es viel zu viel von knuddeligem Plüschtier-Zeug, als man, oder Frau, ertragen kann:

Mein Nachbar Totoro <3

Mein Nachbar Totoro ❤

Plüschtiere aus Japan

Plüschtiere aus Japan

Plüsch Katze! Kawaii!

Plüsch Katze! Kawaii!

(Was haben diese (verdammt knuddeligen) Plüschis eigentlich auf einer BUCHmesse verloren???)

Ansonsten hab ich mir ein Probe-abo von der Zeitung Die Zeit andrehen lassen und dafür ne schöne Tasche bekommen 🙂

Fazit: Die Buchmesse an Fachbesuchertagen zu betreten bedeutet auch mal Zeit zu haben in den Büchern zu schmökern, sich ohne großartigen Stau durch die Gänge zu bewegen und generell macht es mehr Laune, da man nur selten auf Jäger und Sammler trifft, die einen zur Seite stoßen um an eine kostenlose Stofftüte zu kommen.

Für alle die sich an dieser Stelle noch fragen, wie ich überhaupt Zutritt an einem Fachbesuchertag bekommen habe: Wie ihr seht, blogge ich. Das reicht schon aus. Es reicht auch aus, wenn ihr Lehrer, Schüler oder Studenten seid. Oder ganz normale Leute mit Interesse an Büchern. Kurz gesagt: Alle können an Fachbesuchertagen Zutritt bekommen und sich eine Eintrittskarte kaufen, man muss sich nur vorher mit Namen und Beruf und sowas registrieren. Entweder online, dort kann man auch das Ticket schon kaufen, oder direkt vor Ort, an den Schaltern.

Damit sind wir am Ende meines kleinen Berichts und ich wünsche euch noch ein schönes, verregnetes Wochenende! 😛

Wirsing!

Die kleine Libelle

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Weil ich von einer lieben Freundin ein paar tolle „Story Cubes“ geschenkt bekommen habe(die übrigens auch welche besitzt und hier auch etwas darüber verfasst hat) und weil ich auch endlich mal die Zeit dazu hatte wieder etwas zu schreiben, hier nun eine kleine Geschichte, nach den Bildern auf den Würfeln erzählt. Sie ist etwas länger geworden als geplant, aber so ist das eben. Ich hoffe sie gefällt euch. Viel Spaß!

Es war einmal eine kleine Libelle. Sie lebte in einer kargen Gegend, in der nur ein paar ausgedorrte, knorrige Bäume standen. Auf dem Boden wuchs nur spärlich Gras und der Rest war bedeckt mit Mooren die eine Art großen, schlammigen Teich bildeten.

Die kleine Libelle hatte seit ihrer Geburt mit den anderen Libellen in einem hohlen Baumstamm gelebt und tat tagaus, tagein das, was Libellen eben den ganzen Tag so machen. Sie suchte nach Futter und versuchte dabei stets zu überleben. Nur am Abend, wenn sie zurückkehrte zu ihrer Familie und ihren Freunden, fing die kleine Libelle an sich zu fragen, ob sie nicht noch mehr tun könnte in ihrem kurzen Leben.

Einige ihrer Freunde brachten ihre freie Zeit damit zu, sich hübsch zu machen und wetteiferten darum, wer die glänzendste Haut besaß. Andere wiederrum kämpften miteinander und manches Mal starb dabei sogar der ein oder andere Freund. Da eine Libelle jedoch so viele Freunde hat, machte dies den meisten nichts aus und sie vergaßen sehr schnell, dass sie darüber traurig sein sollten.

Die kleine Libelle hielt von all dem nicht sehr viel. Sie war nicht hübsch genug um an den Wettbewerben teil zu nehmen, denn ihr Körper glitzerte und glänzte nie so stark, wie es die Körper der Anderen taten. Ihr Körper war gelblich und blass. Nur ihre Flügel waren kräftig und von allen Libellen konnte sie am schnellsten und höchsten fliegen. An einem Kampf wollte sie auch nicht teilnehmen. Nicht, solange sie nicht wusste, was ihr ein Sieg – oder gar eine Niederlage – gebracht hätte. Und natürlich hatte sie auch Angst davor.

So kam es, dass die kleine Libelle immer häufiger allein blieb und sich nach der täglichen Futtersuche und der Flucht vor Fressfeinden tief im Inneren des Baumes versteckte. Dort unterhielt sie sich dann mit einer der ältesten Libellen ihres Volkes. Diese war groß und schön und glänzte am Bauch in einem hellen Blau, während ihr Rücken von einer pechschwarzen Färbung war. Auch ihre Flügel glänzten, egal wie dunkel es auch im Inneren des Baumes war, stets in einem hellen, silbrigen Ton.

Die alte Libelle kannte viele Geschichten und eines Tages erzählte sie der kleinen Libelle von den Feuerlibellen. Diese sollten weit im Süden leben und Verwandte der gemeinen Libelle sein. Die Feuerlibellen waren jedoch sehr selten zu sehen. Man konnte sie nur alle hundert Jahre einmal zu Gesicht bekommen. Doch niemand wusste genau, wann das wieder sein würde. Keine der Libellen die im Baumstamm wohnten, hatte jemals eine solche Feuerlibelle zu Gesicht bekommen. Doch die Geschichte wurde stets an die nächste Generation weitergegeben.

Man erzählte sich, dass die Feuerlibellen an einem großen Berg lebten und wenn man sie zu Gesicht bekam, dann nur als ein riesiger Schwarm der zu glühen schien wie die Sonne. Man konnte sie deswegen viele hundert Kilometer weit sehen. Angeblich brannten sie wie ein riesiges Feuer am Himmel und erleuchteten die gesamte Umgebung. Deswegen nannten viele sie auch „kleine Feuerdrachen“. Andere sahen in Ihnen große Boten des Unglücks und gaben ihnen die Schuld dafür, dass nach ihrem Auftauchen die Landschaft einer zerstörten Ödnis glich, in der alles verbrannt war und nur noch als ein großer Berg Asche zurück blieb. Auch der alte Baum, in dem die Libellen lebten, war angeblich ein Überbleibsel einer solchen „Plage von Feuerdrachen“ und trieb deswegen nicht mehr neu aus.

Die kleine Libelle hörte der Geschichte über die „kleinen Feuerdrachen“ mit großen Augen zu. Als sie später zu Bett ging träumte sie davon eine große, schimmernde Feuerlibelle zu sein die alles andere überstrahlte und immer weiter bis zur Sonne hinauf stieg. Von dort würde sie den anderen zuwinken und alle würden zu ihr Aufsehen. Sie würden Geschichten von ihr erzählen, von ihr, der kleinen Libelle, die sich in einen Feuerdrachen verwandelt hatte und bis zur Sonne geflogen war. Als die kleine Libelle am nächsten Tag erwachte, hatte sie einen Plan gefasst: Während alle anderen den Baum am Morgen verließen um Futter zu suchen, flog die kleine Libelle nach Süden.

Im Süden waren die Feuerlibellen zuletzt gesehen worden und die kleine Libelle hatte sich in den Kopf gesetzt, dass dort zumindest noch Verwandte der Feuerlibellen leben mussten. Sie hoffte, dass diese ihr mehr von den „kleinen Feuerdrachen“ erzählen konnten. Vielleicht kannten sie sogar das Geheimnis, wie man zu einem solchen Feuerwesen werden konnte.

Also flog die kleine Libelle los. Sie flog und flog und flog so lange, bis sich die Landschaft um sie herum verändert hatte und sie am Fuße eines großen Berges angekommen war. Der Berg war umgeben von wildem Dschungel und alle Bäume die hier wuchsen hatten ihre Wurzeln tief im Wasser liegen. Überhaupt schien es, als wäre die ganze Gegend von vielen Regengüssen überflutet worden. Das musste auch der Grund für das Grünen und Blühen des Dschungels sein. Blumen in den leuchtendsten Farben wuchsen überall und in den Baumkronen hingen große Früchte, die der kleinen Libelle riesig erschienen. Es lebten auch eine ganze Menge Tiere hier. Große Tiere, kleine Tiere, aber für die kleine Libelle vor allem eins: Feinde die sie fressen wollten.

Als sie gerade dicht über die Wasseroberfläche flog, auf der Suche nach einer Lücke im Dschungel, durch die sie zum Fuße des Berges gelangen konnte, sah sie aus den Augenwinkeln eine fette Kröte. Diese hatte, gut getarnt mit ihrer grünen Haut auf einem grünen Seerosenblatt, die kleine Libelle bereits ins Auge gefasst und fest in ihren Speiseplan integriert. Die lange Zunge der Kröte schnellte vor und – doch da wurde die kleine Libelle von etwas gepackt und weggezerrt.

Auf einem Ast, weit oben zwischen den Baumwipfeln, wurde die kleine Libelle wieder losgelassen. Sie öffnete zitternd die Augen, da sie diese zuvor vor lauter Angst zugekniffen hatte. Doch als sich ihre Augen an das Licht gewöhnt hatten und sie endlich aufgehört hatte zu zittern, glaubte sie ihren Augen kaum. Da, vor ihr, saß eine Libelle. Doch nicht irgendeine Libelle. Es war auch keine Feuerlibelle, nein. Diese Libelle schimmerte in den gleichen Farben wie auch ihre Verwandten es taten, doch gab es einen großen Unterschied. Man könnte auch sagen, dieser Unterschied war nicht groß, sondern riesig. Denn die Libelle die da vor ihr hockte und sie geradezu spöttisch betrachtete, war fast dreimal so groß wie sie selbst! Ihre beiden Flügelpaare waren bestimmt dreimal so groß wie ihre eigenen und ihre vielen, riesigen Facettenaugen schienen wie große Spiegel.

„Na, meine Kleine? Wo kommst du denn her und wer hat dir das Groß-werden verboten?“, die riesige Libelle lachte amüsiert. Die kleine Libelle atmete tief durch und spreizte ihre Flügel, um sich auch ein kleines bisschen größer zu fühlen. „Ich komme von weit her aus dem Norden und ich bin auf der Suche nach den Feuerlibellen. Kennst du welche?“, fragte sie voller Hoffnung. Die große Libelle bekam noch größere Augen und war für einen Augenblick still. Sie blickte hinüber zu dem Gipfel des großen Berges. Aus dem Gipfel stiegen große, wabernde Dämpfe heraus. Die kleine Libelle hatte so etwas bisher nur in ihrem Moor gesehen, doch dort sahen die Dämpfe anders aus. Sie stiegen nicht so rasch auf, wie die Dämpfe dieses Berges, und außerdem hatten sie auch keine so graue, ja fast schwarze, Färbung.

Endlich sprach die riesige Libelle wieder: „Du bist hier schon ganz richtig, wenn du nach den Feuerdrachen suchst. Doch würde ich dir raten schnell wieder umzukehren und dahin zurückzukehren, wo du herkommst. Hier ist es zu gefährlich für dich und damit rede ich nicht nur von der Kröte, vor der ich dich eben gerettet habe!“ Die kleine Libelle runzelte die Stirn und machte ein erstauntes Gesicht. Also kannte man die Feuerdrachen hier und scheinbar wusste diese Libelle sogar, wo sie sich befanden, doch warum wollte sie ihr nicht zeigen, wo sie waren? „Ich möchte aber auch eine Feuerlibelle werden und in den Himmel fliegen, so hoch, bis ich die Sonne erreiche!“, versuchte sie es noch einmal. Die große Libelle lachte laut: „Du willst eine Feuerlibelle werden? Und du willst bis zur Sonne fliegen? Haha! So etwas habe ich ja noch nie gehört! Hör zu, meine Kleine: hör auf mich und flieg wieder nach Hause! Du hast keine Ahnung, was es bedeutet, eine Feuerlibelle zu werden!“ Plötzlich wurde sie regelrecht zornig: „Flieg! Flieg weg, zurück nach Hause und dreh dich nicht um! Und wenn du unbedingt einen Feuerdrachen sehen willst, dann warte bis du zu Hause bist! Und wenn du Glück hast, dann kannst du bald auch von deinem Zuhause aus ein paar Feuerdrachen sehen! Ich muss jetzt gehen! Hör auf meinen Rat, kleine Libelle, ich meine es nur gut mit dir!“ Und damit flog die riesige Libelle davon. Als sie mit den Flügeln schlug, wehte es die kleine Libelle fast von ihrem Ast herunter, hätte sie sich nicht so angstvoll daran festgekrallt. Aber ich will die Feuerlibellen nicht nur aus der Ferne sehen, ich will selbst eine werden! dachte die kleine Libelle bei sich, als sie wieder allein war. Und deswegen folgte sie der anderen Libelle in den dichten Dschungel, auch wenn sie nicht wusste, wohin diese geflogen war.

Sie vermutete, dass die Riesen-Libelle sich weiter zum Fuß des Berges begeben hatte und machte sich auf den Weg dorthin. Diesmal war sie jedoch besonders aufmerksam und achtete darauf keinem anderen, fremden, Wesen in die Quere zu kommen um eventuell doch noch als Futter zu enden. Endlich erreichte sie den Hang des Berges.

Mittlerweile war es dunkel geworden und die kleine Libelle wunderte sich sehr darüber, denn eigentlich war es noch immer früher Nachmittag gewesen und keineswegs war es Zeit für die Sonne unterzugehen. Sie schaute nach Oben und entdeckte, dass der Himmel von den dunklen Dämpfen verdunkelt worden war, die aus dem Inneren des Berges zu kommen schienen. Was mochten das wohl für Dämpfe sein? Doch bevor die kleine Libelle über eine Antwort nachdenken konnte, erbebte die Erde unter ihr und die Bäume um sie herum wurden aufgeschüttelt. Dazu erklang ein schauerliches Geräusch, das aus der Mitte des Berges zu kommen schien. Es erhob sich als ein Brüllen aus der Tiefe und schien jedes andere Geräusch im Dschungel verstummen zu lassen. Verängstigt und verwundert wusste die kleine Libelle nicht, was sie tun sollte, als sie in ihrem rechten Augenwinkel eine Bewegung wahrnahm. Es waren tausende und abertausende von riesigen Libellen. Sie alle schossen wie auf ein Kommando aus dem Blätterdach des Dschungels heraus und glitten am Hang des Berges entlang und daran hinauf.

Die kleine Libelle bemerkte, dass nicht alle Libellen gleich gut und gleich schnell flogen. Viele von ihnen versuchten nah am Hang zu fliegen, andere flogen höher und weiter entfernt. Nach und nach blieben ein paar von Ihnen zurück und enttäuscht wandten sie sich um, um zum Dschungel zurückzukehren. Andere jedoch flatterten immer stärker mit ihren Flügelpaaren und kamen immer näher an den Gipfel heran. Da begriff die kleine Libelle plötzlich: Es war ein Wettbewerb! Das Ziel war der Gipfel des Berges aus dem die Dämpfe kamen und nur wer gut genug fliegen konnte, würde gewinnen.

Die kleine Libelle war so hingerissen von dem Wettkampf, dass in ihr der Wunsch erwachte selbst daran teilzunehmen. Deswegen war sie froh, dass sie nicht so hübsch, sondern lediglich eine sehr gute und starke Fliegerin war. Und so beschloss sie, einfach an dem Wettbewerb teilzunehmen.

Sie flog also auf den Schwarm zu, der nun schon ein ganzes Stück über ihr war, und passierte dabei viele Libellen die bereits aufgegeben hatten und der kleinen Libelle erstaunt nach sahen. Sie flog immer höher und je höher sie kam, desto wärmer wurde ihr. Das spürte die kleine Libelle jedoch kaum, da sie sich nur noch auf ihr Ziel konzentrierte. Stück für Stück gelang es ihr, zu den verbliebenen Libellen aufzuschließen, die noch um den Sieg kämpften. Da entdeckte sie vor sich die riesige Libelle, die sie kurz zuvor gerettet hatte. Auch diese bemerkte plötzlich die kleine Libelle und wieder wurden ihre Augen groß vor Erstaunen. „Was tust du hier?“, rief sie der kleinen Libelle entgegen, während sie sich abmühte weiter nach oben zu kommen. „Ich will mit euch zum Gipfel des Berges gelangen! Sind dort oben die Feuerdrachen? Sind sie es, die im Inneren des Berges so laut brüllen?“, fragte die kleine Libelle die große Libelle zurück. Diese lächelte und sah auf einmal etwas traurig aus. „Ja, dort oben findest du die Feuerdrachen. Aber wenn du die Feuerdrachen gesehen hast, dann wirst du niemals wieder nach Hause zurückkehren, meine Kleine! Willst du das denn?“.

Verdutzt schaute die kleine Libelle die große Libelle an. Sie verstand nicht genau, was damit gemeint war. Doch in ihrem kleinen Herzen war der Wunsch, eine Feuerlibelle zu treffen, oder gar eine zu werden, so groß, dass sie nichts mehr daran hindern konnte. Sie wollte nicht mehr heimkehren um nach Futter zu suchen und sich zu fragen, ob sie noch mehr sein könnte, als eine kleine, unscheinbare Libelle. Sie wollte eine Libelle werden, von der man noch in hundert Jahren weiter Geschichten erzählte. Sie wollte eine Feuerlibelle werden. Also nickte sie der großen Libelle zu.

„Also gut, dann flieg, meine Kleine, flieg, bis du sie sehen kannst!“ Und mit diesen Worten schwang die große Libelle ihre Flügel noch stärker und gelangte gemeinsam mit den anderen höher und höher, bis zum Gipfel. Auch die kleine Libelle schlug so fest und schnell mit ihren Flügeln wie sie konnte und kniff vor lauter Anstrengung die Augen zusammen. Plötzlich spürte sie, wie eine große Hitze, aber auch eine starke Helligkeit durch ihre geschlossenen Augenlider drang und sie öffnete ihre Augen wieder.

Vor ihr schien der Berg sich geöffnet zu haben. Dort, wo man sonst den Gipfel vermutet hätte, war ein gewaltiges Loch, das tief in den Berg reichte. Doch dieses Loch war gefüllt mit einer rot und gelb leuchtenden Masse. Die Masse wiederrum bewegte sich träge immer höher den Schacht hinauf und schon bald würde sie über den Rand laufen. Plötzlich erklang wieder das laute Grollen, das aus der Tiefe des Schachtes zu kommen schien. Das Grollen und Brüllen schwoll an und stieg auf, genau wie die immer heller strahlende Masse, bis sie sich, wie ein großer Atemzug, in den geschwärzten Himmel entlud.

Die Masse ergoss sich wie ein goldener, strahlend heller Strom in den Himmel und es sprudelte wie aus einer frischen Quelle. Nur war diese Quelle heiß und der Strom ergoss sich viel weiter in den Himmel, als es Wasser je getan hatte.

Die kleine Libelle staunte sehr und die Hitze die die Masse ausstrahlte, machte es fast unmöglich sich in der Luft zu halten. Doch so spannend dieses Schauspiel auch war, die kleine Libelle suchte noch immer nach der einzigen Sache, weswegen sie hier herauf gekommen war: die Feuerdrachen. Verbargen sie sich im inneren der Masse? Musste sie sie rufen, damit sie hervorkamen? Fragend sah sie zu der großen Libelle, die sich zu ihrer Linken hielt.

„Es ist an der Zeit, meine Kleine. Du wolltest wissen, wo sich die Feuerdrachen aufhalten. Nun, wir sind die Feuerdrachen. Immer wenn dieser Berg Feuer speit, ist es unsere Aufgabe das Feuer zur Sonne zur tragen, damit der dunkle Himmel wieder hell erleuchtet wird. Wir greifen uns das Feuer und fliegen, so hoch wir können, in den Himmel, bis wir selbst zu Feuerdrachen werden und der Sonne ihre Energie und ihre feurige Kraft zurück bringen können.

Du hast nun den weiten Weg auf dich genommen um die Feuerdrachen zu suchen und bist sogar bis zum Gipfel des Berges mit uns geflogen. Du verdienst es, ein Feuerdrache zu werden, um der Sonne ihr Strahlen zurückzubringen und den Himmel wieder frei zu machen. Du kannst sehr stolz auf dich sein, meine Kleine. Noch keine andere Libelle vor dir hat diesen Weg je beschritten! Du bist nun eine von uns. Du bist jetzt ein Feuerdrache.“ Und mit diesen Worten schwang sich die große Libelle empor und flog auf die goldene Masse zu, die sich gerade erneut in den Himmel erhoben hatte.

Die kleine Libelle sah zu, wie die anderen Libellen ihr folgten und so schwang auch sie ihre Flügel. Sie spürte, wie der Stolz, nun endlich ein Feuerdrache zu sein, tief in ihrer Brust schwelgte und sie der leuchtenden Masse entgegen hob. Sie sah sich nach den anderen um und es schien für einen Augenblick, als leuchteten sie alle in einem wunderschönen, glänzenden Rot. Auch die kleine Libelle leuchtete, so schön, wie sie es noch nie zuvor getan hatte. Ihre Flügel schimmerten plötzlich golden und sie schien die Hitze auf die sie zuflog, kaum mehr zu spüren. Dann machte sie es den anderen nach und griff mit ihren Beinen nach der goldenen Masse. Gleichzeitig schlug sie so schnell mit den Flügeln wie sie konnte. Sie spürte, wie sie plötzlich schneller nach oben getragen wurde und sah, wie alle Libellen um sie herum genau die gleiche goldene Farbe annahmen und schließlich in viele goldene Funken zerbarsten.

Jetzt bin auch ich ein Feuerdrache! dachte die kleine Libelle noch, als auch sie in tausende kleine Funken zersprang und der Sonne entgegen getragen wurde.

Ende

 

PS: Die drei Bilder waren diese hier

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Wenn der Lafer mit dem Lichter und der Lanz mit dem Alfons – Kochen im deutschen Fernsehen

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Das deutsche Fernsehen bietet ja ab und an Grund zum Kopfschütteln. Erst neulich habe ich mich ja über den Verfall der guten, alten „SESAMSTRAßE“ beklagt, aber wir alle wissen: Es gibt noch weitaus schlimmere Fälle. Ich spreche dabei nicht von sogenanntem „Hartz IV“-Fernsehen, dass jeden Nachmittag auf den privaten Sendern ausgestrahlt wird, nein, ich spreche von… (Trommelwirbel)

… Kochsendungen!

Kochsendungen gibt es gefühlt seit der Steinzeit(die erste Kochsendung in Deutschland die auch als solche bezeichnet wurde lief 1953 mit Christian Wilmenrod), zumindest wenn man sich Dinosaurier wie Alfred Biolek und seine Kochsendung „alfredissimo!“ anguckt(Man beachte, dass ich beim Tippen des Namens „Biolek“ zunächst ein „c“ zu viel eingefügt hatte und mich „Word“ automatisch korrigierte. Ein weiterer Beweis für meine Dino-These, wenn er bereits Teil der deutschen Rechtschreibung ist..). Biolek ist aber übrigens gar kein richtiger Koch. Der Mann hat sogar Jura studiert!

Es scheint indes häufiger so zu sein, dass ungelernte Fernseh-Köche die Massen besser und häufiger begeistern, als gelernte Sterne-Köche. Wie sonst lässt sich der Erfolg der Sendungen „Das perfekte Dinner“(VOX), „Küchenschlacht“(ZDF), „Kochduell“(VOX, bis 2005), oder „Die Topfgeldjäger“ (ZDF) erklären, in denen lediglich die Zuschauer bei ihren Koch-Versuchen beobachtet werden. Natürlich fiebern wir gerne mit, wenn Menschen wie ich und du gegeneinander antreten, um am Ende das beste Menü zu zaubern und dabei eventuell noch einen hübschen Geldbetrag mit abstauben. Noch lieber aber sehen wir sie scheitern, denn das Elend der anderen erheitert uns mehr als der Erfolg, den wir selber nie erreichen würden… (Schadenfreude ist eben die schönste Freude)

Doch dieses Scheitern soll im deutschen Fernsehen natürlich nicht in den Vordergrund gerückt werden, denn vor allem das ZDF bemüht sich als öffentlicher Sender um eine korrekte Darstellung, und so stellt man den Kandidaten in der „Küchenschlacht“ und bei den „Topfgeldjägern“ stets einen gelernten Koch an die Seite. Bei den „Topfgeldjägern“ ist es Steffen Henssler, bei der Küchenschlacht wechselt der Koch wöchentlich.

Wer die beiden Sendungen nicht kennt, hier kurz eine Erläuterung zum Konzept der Sendung: Bei beiden Sendungen geht es darum innerhalb einer vorgeschriebene Zeit ein Menü zu kochen und entsprechend zu präsentieren, d.h. das Anrichten des Gerichts sollte dem Auge eines Meisterkoches zusagen. Denn eben jener muss das Ganze dann auch kosten. Bei der „Küchenschlacht“ wechselt der „Juror“ jeden Tag, bei den „Topfgeldjägern“ ist es IMMER Frank „die Rose“ Rosin, wie er jedes Mal von Steffen Henssler vorgestellt wird.

Der Unterschied besteht unter anderem darin, dass bei den „Topfgeldjägern“ die angesetzte Zeit penibel eingehalten werden muss, d.h. die Gerichte müssen beim Gong vor dem Juror stehen, bei der „Küchenschlacht“ darf man sich ruhig noch etwas Zeit lassen. Ich frage mich schon länger: Warum ist dem so? Liegt es am Niveau der Sendung? Wer besser kocht und den Mund nicht so weit aufreißt, bzw. dem Korrektheits-Prinzip des Senders mehr entspricht, bekommt mehr freie Sendezeit? Steffen und Frank kabbeln sich nämlich in einer Tour, während sich die Köche bei der „Küchenschlacht“ häufig gegenseitig die Töpfe auslecken, sogar das Rezept des anderen nachkochen. Aber zurück zu Frank Rosin und Steffen Henssler.

Die beiden sind ein Team für sich. Eine bessere Darstellung von zwei konkurrierenden Köchen wird man im deutschen Fernsehen nur selten wiederfinden. Tagtäglich versuchen sie sich gegenseitig die Inkompetenz des Anderen zu beweisen, wobei entweder auf mangelndes Koch-Wissen hingewiesen wird, oder der eine dem anderen von seinem neuen Michelin-Stern berichtet. Das Ganze mag vielleicht auch eine Scharade sein, denn die Beiden halten schon seit 2010 durch. Allerdings habe ich gerade gelesen, dass ab September dieses Jahres am angestammten Sendeplatz um 15.15 Uhr eine Talksendung mit Bauer-sucht-Frau-Kupplerin Inka Bause gesendet werden soll und noch kein neuer Sendeplatz für die „Topfgeldjäger“ bekannt gegeben wurde. Ich vermute das liegt daran, weil die Beiden die Sendung seit neuestem sogar zusammen moderieren, sprich: zu nett zueinander sind, oder weil das ZDF auf die Zuschriften der Zuschauer reagiert. Eine 80-jährige Dame schrieb neulich einen Brief an das ZDF und bat darum Steffen Henssler doch zu ersetzen, um seinen fiesen Sprüchen und Seitenhieben auf Frank Rosin Einhalt zu gebieten und die Sendung mehr wie die „Küchenschlacht“ zu gestalten(aber zweimal hintereinander die gleiche Sendung auszustrahlen halte ich für Zeitverschwendung und harmoniesüchtig). Manchmal ist er aber auch wirklich böse: Zu Weihnachten wurden die beiden verpflichtet sich in der Sendung ein Geschenk zu überreichen und der liebe Frank schenkt Steffen einen, zugegeben langweiligen, Schal, während der böse Steffen Frank einen Bauch-weg-Gürtel schenkt… (siehe HIER)

Kommen wir von den Un-Sympathisanten des ZDF zu den Sympathisanten und dem einzigen homo-erotischen Pärchen das je eine eigene Sendung im ZDF bekommen hat: Johann Lafer und Horst Lichter! (hier mal kurz die Anmerkung: wer hat die Beschreibung homo-erotisch eigentlich erfunden? Ich finde es ganz recht, wenn man auf eine derartige Beschreibung reagiert wie „The Smiths“-Sänger Morrissey: „Ich kenne homo-erotisch nicht. Schließlich spricht auch niemand von hetero-erotisch!“)

Die Beiden haben scheinbar einen Ehevertrag geschlossen. Miteinander und mit dem ZDF. Denn sie treten häufiger auf, als irgendein anderer Koch. Meistens zusammen, ab und an getrennt. Diese „Show-Ehe“ wird vom Sender nicht nur toleriert, nein, man hat in ihrer Sendung „Lafer! Lichter! Lecker!“ das Gefühl, als würde diese sogar zelebriert werden! Wörter wie „Schatz“, „Ehefrau/-mann“, „mein Liebling“ sind noch die harmlosen Varianten. Wenn der Herr Lichter ins Schwärmen über „seinen“ Johann gerät und vom „Kribbeln im Bauch“ berichtet, dann erzählt er auch gerne, wie er Abends auf dem gemeinsamen Hotel-Zimmer die Schokolade von Johanns Körper nascht, oder seinem Liebling die Beine rasiert. Dabei sind beide seit Jahren fest mit ihren Ehefrauen liiert. Das hält Horst Lichter allerdings nicht davon ab, jede Frau, nicht nur seine eigene, die Gast in der Sendung ist, als „Täubchen“ zu bezeichnen. Zumindest wenn sie nicht gerade über 100 Kilo wiegt, wie z.B. Barbara Salesch. Enie van de Meiklokjes hat sogar das Prädikat „Prinzessin“ verliehen bekommen (Die hat mittlerweile übrigens auch ihre eigene Back-Sendung auf „sixx“).

Das Konzept der Sendung sieht übrigens folgendermaßen aus: Zwei Köche und zwei Gäste kochen in zwei Küchen jeweils zwei Gerichte. Die Küche von Horst Lichter repräsentiert dabei eher Muttis alte Hausmanns-Küche, während der Herr Lafer eher „Haute Cuisine“ kocht. Lafer versucht also seinen Gästen und dem Publikum immer das Kochen auf hohem Niveau beizubringen, Lichter bequatscht stattdessen die Gäste, beflirtet Lafer und verteilt Essensreste ans Publikum, weil entweder er oder sein Gast die „Hausmannskost“ anbrennen ließ. Überhaupt sind neben den beiden Hauptakteuren Lafer und Lichter vor allem die Gäste der Knaller, wenn sie nicht gerade auf den Mund gefallen sind.

Folgender Dialog ergab sich in einer Sendung mit Ingo Oschmann, welcher ein Paradebeispiel dafür ist, dass diese Sendung häufiger ein Versuch des Managements von jenen ist, um die Popularität zumindest beim Rentner-Publikum zu vergrößern, welche in Zukunft ja eh 90% aller Zuschauer ausmachen werden. Man sieht bei solchen „Stars“ häufig den typischen Kamera-Blick der nichts anderes sagt als: „Ich will gar nicht hier sein, aber mein Management hat mir befohlen hierher zu kommen, weil ich mittlerweile zu alt für das private Fernsehen bin, oder zu jung für den Tatort!“(Daran sieht man übrigens, dass Til Schweiger alt wird! Ha!) Ein schönes Beispiel dafür, dass es im deutschen Fernsehen nur noch „Kochen und Krimis“ gibt(Zumindest auf den öffentlichen Sendern, bei den privaten wäre es wohl eher „Sex und Kochen“).

Also, dieser Dialog ergab sich bei einer Unterhaltung über Küchenmaschinen:

Ingo Oschmann: „Es gibt Geräte, z.B. eine Zuckerwatte-Maschine, damit kann man Frauen richtig beeindrucken…“(dreckiges, Applaus-heischendes Grinsen ins Publikum) Lichter: „Das stimmt! Die hab ich auch! Dann kann man nach dem Schäferstündchen auch sagen: Schatz, wenn du keinen Spaß hattest: Hier, ne Zuckerwatte!“ Der gesamte Saal, angefüllt mit Muttis, Omis und Hobby-Köchen kicherte verschämt. Später meinte Lafer dann(ganz unschuldig, während er in seinen Topf schaute): „Meine Nudeln sind zu klein!“ Daraufhin bricht der gesamte Saal erneut in hysterisches Lachen aus, weil alle durch den lieben Horst quasi auf Zweideutigkeiten trainiert wurden und sich jetzt wahrscheinlich vorstellen, wie Horst Lichter jeden Abend mit Lafers „kleiner Nudel“ zu kämpfen hat und danach doch nur Zuckerwatte bekommt…

In jeder Sendung wird übrigens auch ein Zuschauer angerufen, der dann eine Frage stellen darf, z.B. über die Zubereitung eines bestimmten Gerichts. In dieser Sendung griff Lafer, der Traum aller schlaflosen Hausfrauen, zum Hörer, um bei einer Dame anzurufen, woraufhin diese „Dass ich das noch erleben darf!“, ausrief und Lichter ergänzend rief: „…dass der Mann mit der kleinen Nudel anruft!“ Ihr ahnt es schon: dieser Running Gag wurde die gesamte Sendezeit gnadenlos durchgezogen. Ein weiterer Running Gag, der sich durch alle Sendungen zieht, ist die „Brühe oder Fond“-Diskussion, denn Lafer besteht auf Fond und Lichter behauptet, dass das eh alles nur Brühe ist, Lafer zu Liebe aber immer das Wort „Fond“ benutzt.

Ja, die Gäste sind manchmal mehr oder weniger der Knaller. Als Matze Knop (falls ihr euch erinnert: „Wenn du fast am Heulen bist und es nach Ärger riecht: Supa Supa Richie kommt zu disch gefliescht!“) einmal zu Gast war und erneut von Horst Lichter belehrt wurde, dass er doch die Eier auf eine bestimmte Weise zu trennen habe, meinte er zum Gast von Lafer: „Wie ist dein Koch so? Meiner weiß alles besser!“. Daraufhin folgte ein vorsichtiger Blick ins Publikum, der nach Bestätigung seines komischen Talents suchte. Armer Comedian, du hättest deine Karriere würdevoll beenden können, aber jetzt schleichst du dreimal im Jahr in eine Koch- oder Talk-Sendung, um nicht völlig in Vergessenheit zu geraten! Da helfen auch keine Gags über die kroatische Sprache à la: Hat denen schon mal jemand gesagt dass man beim Glücksrad Vokale kaufen kann? *seufz*

Die Sendung hat für mich auch oft einen Nostalgie Faktor, wenn „Stars“ meiner Kindheit, wie z.B. Stefanie Hertel (ja, ich habe eine Schlager-Vergangenheit… allerdings war ich 5 Jahre alt und Oma war schuld! >_<) oder Marijke Amado (ehemalige, holländische Moderatorin der beliebten Kindersendung „Mini-Playback-Show“) auftreten und eben diese auch noch folgenden Satz von sich gab: „Kinder sind das Beste! … Direkt neben diesen Jakobsmuscheln!“ Hmm, Lecker: Kinder auf Jakobsmuscheln… O_o

Ist euch übrigens schon Mal aufgefallen, wie viele Köche und Kochsendungen es im deutschen Fernsehen gibt? Bei Wikipedia werden 83 Fernsehköche aufgelistet! Wenn die nun alle ihre eigene Sendung hätten wäre die Woche komplett ausgefüllt und die ganzen Rentner würden nicht mehr am Teich bei den Enten hocken, sondern nur noch vor der Glotze!

Zum Glück aber gibt es Sendungen in denen mehrere Köche gleichzeitig auftreten. Abgesehen von „Lafer! Lichter! Lecker!“  sind das z.B. „Die Kochprofis“(RTL II), „Die Küchenchefs“(das gleiche in Grün, allerdings auf VOX), „Die Kocharena“(VOX) und natürliche „Die Küchenschlacht“ im ZDF.

Außerdem gab es bis Ende 2012 jeden Freitagabend die Sendung „Lanz kocht“, die zuvor natürlich „Kerner kocht“ hieß, aber weil Johannes B. Kerner zu alt und schlichtweg zu doof war, um ohne Zwischenfall zu moderieren oder eine richtige Konversation zu führen, wurde er 2009 durch Markus Lanz ersetzt. „Lanz kocht“ wurde übrigens nur deswegen abgesetzt, weil der Gute ja „Wetten dass…?“ übernommen hat.

In dieser Sendung bereiteten 5 Köche je einen Gang zu, wobei diese Köche immer wechselten. Ich finde hier lohnt es sich mal, euch die bekanntesten Köche aufzulisten, die einen Vertrag mit dem ZDF unterschrieben haben und damit als medien-tauglich gelten: Johann Lafer, Horst Lichter, Steffen Henssler, Tim Mälzer, Alexander Herrmann, Nelson Müller, Frank Rosin, Alfons Schuhbeck, Mario Kotaska, Cornelia Poletto, Sarah Wiener, Kolja Kleeberg, Andreas C. Studer, Ralf Zacherl, Ali Güngörmüş, Johannes King, Léa Linster, Sybille Schönberger und Stefan Marquard.

Falls es euch nicht aufgefallen ist: Es gibt nur 4 Frauen und meistens sind die auch noch für das Dessert zuständig, denn, wie alle männlichen Köche einmal zugaben, sind die am schlimmsten für eine Koch zuzubereiten.

Ansonsten wird die Sendung davon ausgezeichnet, dass Lanz den Dummen gibt und sich von jedem einzelnen Koch alles erklären lässt, von der Zutat bis zur Zubereitung. Bei den meisten Köchen kommt das gut an, auch weil alle das Konzept der Sendung verstanden haben, nämlich dass die Sendung FÜR die Zuschauer ist und diese was lernen sollen. Ist jedoch Alfons Schuhbeck zu Gast, kommt der liebe Markus stets ins Schwitzen und an die Grenze seines Könnens als Moderator. Der ach-so-nette Herr Schuhbeck ist nämlich arg bissig und eine kleine „bitch“(Wiktionary: launenhafte, streitsüchtige Frau; Zicke), wenn ihr mir den Ausdruck verzeiht. Nicht nur, dass er kurz vor Beginn der Live-Sendung nochmal sein Rezept ändert und Lanz damit jedes Mal wie einen Dummen dastehen lässt, wenn dieser etwas völlig anderes von seiner Karte abliest, als das was Schuhbeck dann schließlich kocht. Nein, er antwortet auch auf keine von Lanz fragen:

Das Thema der Sendung: Erster Kuss. Lanz: „Alfons, von wem hast du deinen ersten Kuss bekommen?“ Schuhbeck: „Von meiner Mama!“ Es folgt ein breites Grinsen ins Publikum, Lanz lacht gekünstelt – man ist solche Antworten ja gewohnt…

Generell ist Schuhbeck eher der schwarze Peter der Sendung und man nimmt sich stets vor ihm in Acht, wenn man die Schlagfertigkeit nicht mit Löffeln gefressen hat. Nur den wenigsten gelingt eine Konter. Alfons stürzt sich nämlich wie ein Bluthund auf jeden Fehler seiner Kollegen und hält sich grundsätzlich IMMER für den besseren Koch. Als jedoch Tim Mälzer in einer Sendung sein Karamell in der Pfanne schwarz werden lässt, weil er durch Lanz Fragerei abgelenkt wird, witzelt er erst selbst rum, dass man ja auch mal zeigen müsse wie es nicht geht, woraufhin sich Schuhbeck einmischt und ihm Oberlehrerhaft erklärt, wie man Karamell richtig zubereitet. Mälzer daraufhin frech grinsend in die Kamera: „Andere zahlen 500,- € für einen Kochkurs bei Alfons Schuhbeck, ich bekomm ihn umsonst!“. BAM! Schuhbeck hielt daraufhin erst mal beleidigt den Mund. Für 2 Minuten.

Tim Mälzer hat übrigens auch eine eigene Kochsendung(„Schmeckt nicht, gibt’s nicht!“ auf VOX), was meiner Meinung nach daran liegt, dass er lispelt. Das ist nämlich so üblich bei Sendern die zur RTL-Gruppe dazu gehören. Erfolg kannst du hier nur haben, wenn du lispelst wie Katja Burkard. Noch ein Koch der lispelt und Teil der RTL-Gruppe ist, ist Stefan Marquard(„Die Kochprofis“ auf RTL II). Ich sehe meine These damit als bestätigt an.

So. Was haben wir denn heute aus all diesen Kochsendungen gelernt? Köche stänkern, Küchenmaschinen sind sexy und Erfolg im deutschen Fernsehen hast du nur wenn du lispelst, kochen kannst und keine Angst hast, dich lächerlich zu machen.

Damit schließend wir diesen Monster-Artikel ab, der deutlich mehr Arbeit abverlangt hat als ich zunächst dachte und deswegen auch deutlich länger geworden ist.

Zum Abschluss kann ich noch raten: Bei dem Wetter das wir momentan haben ist das Gucken von Kochsendungen eh viel sinnvoller als sich selbst in eine überhitzte Küche zu stellen und jedem Gericht eine verschwitzte Note zu geben. Und weil es beim Kochen auch immer um Lebensmittel geht, passt zum Abschied heute sehr gut: Wirsing!

Die Sesamstraße und was davon übrig blieb (weniger als nach dem Brand von 1989!)

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Letzte Woche hieß es noch: „Dieses Jahr fällt der Sommer auf einen Samstag!“ und heute haben wir bereits den 3. Tag in Folge an dem es morgens bereits so unerträglich heißt ist, dass man ab 7 Uhr nicht mehr schlafen kann. Aber ein Gutes hat das frühe Aufstehen für sich: Man kommt dazu Sendungen im Fernsehen anzusehen, die man seit gut 15 Jahren nicht mehr gesehen hat. In meinem Fall war es: DIE SESAMSTRAßE!

Erinnert ihr euch noch? Diese Straße, auf der alle Tiere aus Filz und Wolle bestanden, sprechen konnten und dir Zählen und Rechnen beigebracht haben, während lustige Musik im Hintergrund lief?

Als ich klein war, also in den 90ern, gab es folgende Charaktere: Samson der Bär, Finchen die Schnecke, Ernie und Bert, diesen großen, gelben Vogel Bibo, das Krümelmonster, Oscar aus der Mülltonne (wurde später ersetzt durch Rumpel aus dem Regenfass), Grobi und der pinke Vogel Tiffy.

Heute sieht das ganz anders aus. Schon das uns allen bekannte Intro „Der, Die, Das?“, das Abend für Abend zum Mitsingen einlud, klingt heute so dermaßen anders. Aber hört selbst:

Das Intro aus den 90ern:

Das Intro seit 2012:

Als ich das „neue“ Intro heute hörte, war mein erster Verdacht, dass es nun von Anna Fischer gesungen wird, der ich nach diesem Auftritt bei Kurt Krömer am liebsten das Sprechen, geschweige denn das Singen, verboten hätte, doch es stellte sich nach kurzer Recherche heraus, dass es von Lena Meyer-Landrut gesungen wird. Aber mal ehrlich: Macht diese Version noch Spaß? Was ist euch lieber: Ein hochmotivierter Kinderchor, der mehr schreit, als singt, oder eine zaghaft interpretierte Version eines aktuellen Eurovisions-Stars, dazu Gequake und animierte Hintergrundbilder?

Nun ja, kommen wir stattdessen mal zu der aktuellen Besetzung der Sesamstraße. Früher hatte übrigens sogar Kermit regelmäßig Auftritte in der Sesamstraße und galt als festes Mitglied! Heute ist von der alten Besetzung jedoch nicht mehr viel übrig geblieben. Eigentlich gibt es nur noch 4 Charaktere die uns geblieben sind: Finchen, das Krümelmonster, Grobi und Ernie und Bert. Neu dazugekommen sind: Wolle, das Reporterschaf, Pferd(wie Einfallsreich! °o°) und Elmo.

Das war’s. Der Rest ist… tot? Verschollen? Abgeworben worden von der Muppet-Show(Vielleicht taucht deswegen Kermit auch nicht mehr auf?)? Man weiß es nicht! Also Oscar aus der Mülltonne wurde in der deutschen Fassung durch Rumpel ersetzt, weil sein Leidenschaft für Müll und seine schlechten Angewohnheiten den Eltern ein Dorn im Auge war – Schade! Wenn Kindern eines gut tut, dann ist es ein bisschen Dreck! Bei zu vielen von diesen Sagrotan-getränkten Haushalten, kommt sonst zu oft ein Herr von und zu Guttenberg dabei heraus! War es nicht toll, wenn man sich früher im Sandkasten Sandkuchen und Schlammtorten gebacken hat um sie später anderen Kindern, die man nicht leiden konnte, in die Fresse zu drücken(oder man schlug einfach immer feste mit der Schaufel auf deren frisch gebackene „Kuchen“)? *_* Das waren noch Zeiten!

Das neue „Erfolgspärchen“ neben Ernie und Bert sind übrigens Wolle & Pferd! Die beiden haben sogar eine eigene Sendung bekommen, weil sie bei den Kindern scheinbar überaus beliebt sind. Wenn ihr mich fragt, dann haben hier wieder übereifrige Eltern ihre Hände im Spiel, die damit eine Vertreibung von Ernie und Bert erreichen wollen! Denn die beiden gelten ja in manchen Fachkreisen als Homosexuell! °o° Es geht ja nicht an, das zwei „erwachsene“ Männer, der eine Orange und der andere Gelb und mit einen Bananenähnlichen Kopf, zusammen leben und keine sexuelle Beziehung führen! Die Macher der Sesamstraße konterten darauf jedoch: „Sie sind nicht homosexuell, sie sind nicht heterosexuell, sie sind Puppen. Sie existieren unterhalb der Taille nicht.“ Danke, damit hätten wir auch das geklärt: Ernie und Bert sind Krüppel ohne Beine, geschweige denn mit Geschlechtsorgangen.

Neu und doch nicht neu ist Elmo. Elmo gibt es in der amerikanischen Fassung schon seit den 70ern, bei uns war Elmo zunächst „Elma“ und existierte angeblich schon seit Mitte der 90er – ich kann mich daran jedoch nicht erinnern. Mittlerweile ist Elmo der Mittelpunkt der Sendung und alles was in der Sesamstraße so passiert, endet am Ende bei Elmo. Früher lag der Mittelpunkt bei Samson, Finchen und Tiffy, die zusammen in einer Art offenem Haus lebten und uns auf diese Art so manche Sache erklärten(Eine offene WG in der ein Bär, ein Vogel und eine Schnecke zusammen leben und nebendran noch ein Monster in einer Mülltonne wohnt, hält automatisch schon viel mehr Dinge zum Erklären bereit. Vor allem wenn in der Nachbarschaft noch zwei junge Männer zusammen wohnen…).

Aber nochmal kurz zurück zu Elmo im amerikanischen Original: Da hat das Viech nämlich eine verdammt hohe Stimme und jetzt guckt euch mal an, wer das Ding bis 2012 synchronisiert hat!

BAM! Mike Tyson hätte den Job nicht besser machen können! (Man beachte den Kommentar unter dem YouTube Video: Elmo’s black? xD)

Ach ja, so, zurück zur deutschen Fassung. Heute Morgen kam, ob es eine Wiederholung war, weiß ich nicht, die Jubiläumssendung zum 40. Geburtstag(in Deutschland).

Dafür wurden Kinder zur Sendung befragt:

Mädchen (ca. 6 Jahre): „In der Sesamstraße wohnt ein Bär. Das ist der Samson. Und als ich klein war, dachte ich, das wäre ein echter Bär!“ (Wenn man das so hört „als ich klein war“, kommt man sich selber total alt vor… =_=)

Mädchen (ein anderes, auch ca. 6 Jahre): „Als ich Ernie und Bert kennen gelernt habe, war ich 3 Jahre alt!“ (Und jetzt fühl ich mich noch älter)

Liebe Eltern, wenn eure Kinder den Unterschied zwischen einem großen Stoffbären mit Zottelfell und einem richtigen Braunbären nicht mehr erkennen, dann solltet ihr öfters mit ihnen in den Zoo gehen. Und das am besten noch, bevor die armen Viecher ausgestorben sind, oder abgeschafft werden wie Samson. Aber auf das Kind, das scheinbar die Ehre hatte Ernie und Bert persönlich kennen zu lernen, bin ich auf jeden Fall eifersüchtig. Aber gut. Die Beiden sind ja mittlerweile sogar angesagte Late-Night-Talk-Gäste! Sie waren schon bei Kurt Krömer und Stefan Raab

Ernie und Bert waren mir früher, mit ihren alten Synchronsprechern aber lieber. Nicht zu vergessen ist Ernies typische „chhhhhh“-Lachen und seine berühmten Lieder: „Quietscheentchen“ und „Hätt’ ich dich heut’ erwartet (hätt’ ich Kuchen da)“, zusammen mit dem Krümelmonster. Am Anfang von letzterem Video kann man auch ganz deutlich hören, wie Ernie sagt: „Nyahhhh, scheiße!“ 😀 Heutzutage hätte das bei diversen Eltern einen Sturm der Entrüstung ausgelöst und die Folge wäre noch vor der Ausstrahlung verboten worden.

Und das Krümelmonster.. ach ja. Was täten wir ohne das Krümelmonster! Wir würden in einer tristen Welt leben, zwar eventuell mit mehr Keksen, aber uns würde doch das knuffige, blaue, keksfressende Monster fehlen! Come to the dark side, we have cookies! Sehenswert und leider nur im amerikanischen Original vorhanden ist auch dieses schöne Video:

(Witzige Interpretation davon gibt es auch von Daniele Rizzo! Hier Und das Kuchen Lied von vorhin mit ihm und Vegas hier)

Ach, apropos verboten. Das wird im deutschen, aber auch im amerikanischen Fernsehen ja gern und häufig gemacht. Dabei lässt sich vielleicht vermeiden, dass Kinder Fäkalsprache lernen und Katy Perry zu sexy finden, aber so mancher Erwachsener mit versautem Hirn wird bei so mancher Szene sich trotzdem fragen, ob das so in Ordnung ist. In der Sendung von heute Morgen beispielsweise, wollte Elmo einen Kuchen backen. Der ist ihm jedoch verbrannt. Da kommt aber schon Julia zu Hilfe und meint, man könnte doch den ganzen Kuchen mit Sahne abdecken, dann sieht keiner mehr die verbrannten Stellen. Elmo zaubert daraufhin eine Sprühflasche hervor, doch die ist leider kaputt, bzw. Elmo bekommt keine Sahne aus ihr heraus. Daraufhin meint Julia: „Lass mich mal probieren!“, nimmt ihm die Flasche aus der Hand, richtet die Öffnung auf ihr Gesicht und drückt versuchsweise am Hebel… Muss ich euch noch sagen, was passiert, oder seid ihr bereits dem Kindesalter entwichen und habt euch bereits ein Bild davon gemacht, was quasi folgen musste? Die Sprühflasche funktioniert plötzlich doch und der armen, armen Julia klebt die Ganze Sahne im Gesicht… O_o Lassen wir das mal so stehen.

Am Ende der Sendung macht sich Wolle, das Reporterschaf, wie es jedes Mal betont, auf zum NDR Studio, um den Intendanten zu interviewen. Zuerst kommt es am Eingang an der Schranke zum Stehen und wird vom Pförtner, einem Mann mit arabischer Abstammung, angehalten und nach einer Einladung gefragt (deutsche Korrektheit muss!). Wolle: „Bist du der Intendant?“ Mann: „Ich bin nicht der Intendant, ich bin der Pförtner!“ Danach verschafft sich Wolle, obwohl es keine Einladung besitzt, selbst Zugang zum Gelände und fragt jeden der ihm über den Weg läuft: „Bist du der Intendant?“. Also nein, Wolle! Ich werde es ab sofort lieber das Verbrecherschaf nennen! Was ist denn das? Was sollen denn die lieben Kinderchen davon halten, wenn man einfach so damit durchkommt, wenn man sich unbefugten Zutritt zu Gebäuden mit Schranke und Pförtner verschafft? Zumal der Pförtner auch gut und gerne die Insignie der Wichtigkeit hätte tragen können (SECURITY), um dann mit verschränkten Armen vor der Schranke zu stehen und: „Ey! Du kommst hier net rein!“ hätte sagen können. Wenn die lieben Kinderchen das dann in Zukunft bei ihrem ersten Clubbesuch versuchen, also sich als „Reporterschaf“ vorstellen, dann am Türsteher vorbei rauschen, um schließlich mit sinnlosem Gefasel(Bist du der Intendant?) die Tanzfläche zu stürmen, ja, solche Kinder werden dann irgendwann im RTL Nachmittagsprogramm ausgestrahlt.

Irgendwann landet Wolle sogar in der Kantinenküche, wo eine dicke Bäckerin grade Brötchen bäckt. Für den Job des Intendanten kommt die Dame aber scheinbar nicht in Frage, denn Wolle sieht sich nur kurz um und meint: „Na hier ist der Intendant bestimmt nicht!“ Gleich darauf an der Kantinen-Kasse, wo es sich ein Brötchen kauft, fragt es jedoch die Kassiererin wieder: „Bist du der Intendant?“ Wie jetzt? Die Bäckerin ist als Intendant also weniger geeignet als die Kassiererin? Oder liegt es daran, dass die Kassiererin Geld vor sich liegen hatte, sodass sie für den Intendant gehalten wurde? Wolle, Wolle! Das Reporterschaf schafft es aber schließlich trotzdem noch und findet den Intendant. Es will gerade mit seinem Interview anfangen, da taucht der Pförtner in der Tür auf und sucht noch immer nach Schaf, das sich ja unbefugten Zutritt zum Gelände verschafft hat. Das Schaf versteckt sich schnell unter dem Tisch und währenddessen krallt sich der Intendant das, vorher vom Schaf in der Kantine gekaufte, Brötchen. Ende…°o°

Wir halten fest: Wolle hat definitiv vor dem Besuch beim NDR-Studio irgendwas Psychedelisches eingeworfen und der Intendant kriegt von seiner Frau keine Stulle mehr für die Arbeit geschmiert. Eine sehr realistische Darstellung unserer Gesellschaft. Die einen nehmen Drogen und die anderen lassen sich scheiden.

Aber jetzt mal zum Kern der Sache: Die SESAMSTRAßE hat meiner Meinung nach sehr viel verloren. An Witz, an Herzlichkeit, aber vor allem an Bewohnern! Da lob ich mir doch die Besetzung der Muppet-Show. Oder kennt ihr noch „Hallo Spencer!“? Wurde leider auch schon abgesetzt! Naja, wir können wohl nur hoffen, dass die Kinder die von unserer Generation gezeugt werden wieder Besseres erblicken dürfen, als diese Version der SESAMSTRAßE, geschweige denn weiterhin von Justin Bieber & Co. gefoltert werden. Oder aber, dass sie sich wenigstens immer sagen: Der, die, das. Wer, wie was. Wieso? Weshalb? Warum? Wer nicht fragt bleibt dumm!